Hallo liebe Pferdefreundin, lieber Pferdefreund,

die fünfte Jahreszeit ist vorbei und die Fastenzeit hat begonnen. Nach dem leckeren Weihnachtsessen und den fröhlichen Faschings-Partys eine Wohltat für unsere Leber.
Wie wir aus Kundengesprächen erfahren, treten in letzter Zeit vermehrt Leberprobleme beim Pferd auf. In diesem Newsletter wollen wir auf diese Problematik eingehen.

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Wenn die Stoffwechselzentrale nicht mehr funktioniert

Aufgaben der Leber
Die etwa fünf Kilogramm schwere Leber des Pferdes hat viele Aufgaben: sie ist zum Beispiel Stoffwechselzentrale des Körpers, speichert Vitamine, wandelt die über die Nahrung zugeführten Nährstoffe in für den Körper verfügbare Nährstoffe um. Eine der Hauptaufgaben der Leber ist die Entgiftungsfunktion. Schadstoffe (externe, aber auch körpereigene Stoffwechselprodukte) werden unschädlich gemacht und über Niere oder Galle ausgeschieden.

Leberprobleme
Leberprobleme werden häufig spät erkannt, denn die Leber verfügt über große Reservekapazitäten. Erst wenn 60-70% der Leber geschädigt sind, zeigen sich klinische Symptome. Dadurch, dass die Leber so viele Aufgaben hat, sind die Krankheits-Symptome sehr unterschiedlich: Leistungsminderung, Müdigkeit, Apathie, Appetitmangel, leichte Koliken, Gewichtsverluste und auch zentralnervöse Störungen können ein Zeichen für eine chronische Leberinsuffizienz sein.

Leberprobleme beim Pferd treten u.a. durch verunreinigtes Futter (Mykotoxine, Mutterkorn) oder durch falsche Fütterung und die daraus resultierenden Verdauungsstörungen auf. Viele Pferde erhalten zuviel Futter für die Leistung, die sie erbringen. Diese Überfütterung kann sich in Leberschäden äußern.

Behandlung bei Leberproblemen
Bei Leberproblemen geht es hauptsächlich darum die Regenerationsfähigkeit zu unterstützen. Artischocke und Mariendistel sind zwei Heilpflanzen, die die Regeneration der Leber unterstützen. Die Artischocke enthält als Wirkstoff Cynarin, der den Gallenfluss anregt und so die Entgiftung der Leber unterstützt. Sylimarin ist der Wirkstoff der Mariendistel, er wirkt stabilisierend auf die Leberzellen.

Fütterung bei Leberschäden
In der akuten Phase geht es darum dem Pferd Energie und Eiweiß in einer Form zuzuführen, die die Leber nicht belastet. Füttern Sie daher überwiegend Heu und Stroh und kein Kraftfutter. Geben Sie ihrem Pferd die Vitamine A, D und E, bei Bedarf die Vitamine C und K. Sinnvoll ist es auch gezielt Aminosäuren (v.a. Valin, Isoleucin, Leucin) zuzugeben. Bei Bedarf können Sie Mash zur Appetitanregung und Maisflocken und Zuckerrübenschnitzel als hochverdauliche Kohlenhydrate zufüttern. Bierhefe oder Fermentgetreide stabilisieren die Darmflora und reduzieren die Bildung von leberschädigenden Bakteriengiften, den sog. Endotoxinen.




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Schöne Grüsse aus dem sonnigen Schwieberdingen,

Ihre Online-Redaktion
Jasminka Ivanovic

 


Impressum
2/07 Ausgabe, Herausgeber und verantwortlich für den Inhalt: MASTERHORSE Vertriebs GmbH,
Redaktion: Jasminka Ivanovic


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